Förderung Schulschwimmhalle

€ 1.158.500,- Förderung für Unkeler Hallenbad

Mit großer Freude nahmen der Bürgermeister und die Bauamtsleiterin der Verbandsgemeinde Unkel, Karsten Fehr und Sonja Klewitz, aus den Händen von Innenminister Roger Lewentz einen Förderbescheid in Empfang. Die Schulschwimmhalle in Unkel ist dringend sanierungsbedürftig. Die notwendigen Sanierungskosten belaufen sich auf rund 1,3 Mio. Euro. An diesen Kosten werden sich Bund und Land mit 90 % beteiligen und der VG Unkel somit einen Förderbetrag von über 1 Mio € zukommen lassen.

Möglich geworden ist diese ungewöhnlich hohe Förderung durch den „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ des Bundes und der Länder, welches die klassische Städtebauförderung ergänzt. Seit Anfang 2017 hat sich die Verbandsgemeinde Unkel um diese Förderung bemüht. „Unsere Ausdauer hat sich gelohnt“, so Bürgermeister Fehr, dem eine so hohe Förderung in der Verbandsgemeinde Unkel nicht erinnerlich ist. „Die kommunale Familie hat hier hervorragend zusammengearbeitet. Die Mitarbeiter/innen der VG Unkel, der Unkeler Verbandsgemeinderat, die Kreisverwaltung Neuwied, die ADD und das Innenministerium haben alle an einem Strick gezogen und sich engagiert. Mein besonderer Dank gilt hier Unkels Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, ohne dessen Unterstützung die Förderung nicht möglich gewesen wäre“, so Fehr. Bei der Übergabe des Förderbescheids wies Innenminister Lewentz darauf hin, dass Städtebauförderung mit einem Dauerkonjunkturprogramm vergleichbar sei, von dem alle in der Stadt profitieren. „Sie wertet das direkte Umfeld auf und stärkt es für die Zukunft“ so Lewentz. „Schwimmbäder dienen in besonderem Maße dem sozialen Zusammenhalt. Nicht zuletzt schaffen Schulschwimmhallen auch Möglichkeiten, damit Kinder bereits in frühen Jahren das sichere Schwimmen erlernen und trainieren können“ führt der Minister weiter aus. Er kündigte bereits an, gerne zum Spatenstich nach Unkel zu kommen.

Nun soll die Baumaßnahme kurzfristig eingeleitet werden. Bauamtsleiterin Sonja Klewitz: „Wir haben bereits mit dem Planer Kontakt aufgenommen und möchten die Leistungen so bald wie möglich ausschreiben. Unser Ziel ist es, dass die Leistungen Ende März 2019 vergeben werden können. Mit der Baumaßnahme möchten wir gerne noch vor den Sommerferien beginnen. Den Zeitraum der Bauarbeiten schätzen wir vorsichtig mit 12 Monaten, doch beim Bauen im Bestand ist immer mit Überraschungen zu rechnen“.

„Da es sich um ein Bundesprogramm handelt und sich die Bundesregierung im vergangenen Jahr erst spät gebildet hatte, war die Bearbeitungszeit so lang. Ein Beispiel dafür, wie sich Entscheidungsprozesse in Berlin unmittelbar auf die Kommune auswirken“ so Fehr, der heilfroh ist, dass in diesem Zeitraum keine weiteren großen Schaden an der Schulschwimmhalle entstanden sind. „Wir danken den Besuchern des Schwimmbads für ihr Verständnis, dass das Hallenbad zur Sicherung dessen Erhalts nun ein Jahr lang geschlossen bleiben muss.

Danach steht es dann allen – auch den Kleinkindern, die bis dahin wegen des defekten Hubbodens das Bad leider nicht mehr nutzen können - wieder vollumfänglich zur Verfügung. Im Zuge der Sanierung wird auch die Barrierefreiheit Berücksichtigung finden, so dass das Bad künftig auch Menschen mit Behinderungen besser zur Verfügung steht“, so Fehr abschließend.