„Nach derzeitigem Stand ist die VG Unkel
leider nicht in der bis Ende 2027 reichenden Ausbauplanung von Deutsche
Glasfaser berücksichtigt.
Seit vielen Jahren arbeitet Deutsche
Glasfaser als zuverlässiger Partner an der Versorgung Deutschlands mit
zukunftssicherer Glasfaserinfrastruktur. Mit rund 2,8 Millionen realisierten
Glasfaseranschlüssen zählt das Unternehmen zu den führenden Treibern der
Digitalisierung in Deutschland.
Das Ziel von Deutsche Glasfaser ist es,
Menschen und Unternehmen schnell und nachhaltig den Zugang zum digitalen
Fortschritt zu ermöglichen. In den vergangenen Monaten haben sich jedoch die
Rahmenbedingungen für den eigenwirtschaftlichen Ausbau spürbar verändert. So
stellen unter anderem gestiegene Kapitalkosten die gesamte Branche, inklusive
der Baupartner, vor neue Herausforderungen.
Als Unternehmen mussten wir darauf
reagieren und im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit unsere Ausbauprioritäten
anpassen. Zunächst fokussiert sich das Unternehmen auf die Aktivierung bereits
erreichter Adressen und die Umsetzung sowie den Abschluss bereits beauftragter
Projekte. Das bedeutet auch, dass neue Projekte nur noch sehr selektiv und
unter strengen Kriterien beauftragt werden.
Eine Entscheidung, die sich Deutsche
Glasfaser nicht leicht macht. Denn wir wollen nach wie vor möglichst vielen
Menschen und Unternehmen einen zukunftssicheren Glasfaseranschluss zur
Verfügung stellen.
Die bestehenden Vorverträge bleiben von dieser Entwicklung unberührt.
Deutsche Glasfaser wird wieder
informieren, sobald neue Informationen hinsichtlich der Weiterführung des
Projektes vorliegen“.
Für die
beteiligten Bürgermeister, die sich für den Ausbau mit der Deutschen Glasfaser
eingesetzt und hierfür geworben haben, stellt der Projektstopp einen
Vertrauensbruch dar. Auch wenn sie im weiteren Dialog mit der Deutschen
Glasfaser stehen, sehen sie es als völlig offen an, ob die VG Unkel ab dem Jahr
2028 in deren weiteren Ausbauplanung Berücksichtigung finden wird. „Die
Entscheidung des Bundes, beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur vor allem auf
private Anbieter zu setzen, erweist sich als Fehlentscheidung“, so
Bürgermeister Fehr, der gleichermaßen die Enttäuschung der Kunden, der
Bürgermeister und der Verwaltung betont.