Ein
Schwerpunkt der Arbeiten liegt im Dachgeschoss der Grundschule. Um auf die
zunehmenden Hitzeperioden der vergangenen Jahre zu reagieren, werden dort zwei
Klassenzimmer mit jeweils einer modernen Wärmepumpen Klimaanlage ausgestattet.
Gerade
im Dachgeschoss stiegen die Temperaturen im Sommer oft in Bereiche, die die
Konzentrationsfähigkeit von Schülern und Lehrkräften stark beanspruchten. Durch
die neue Anlage wird sichergestellt, dass auch an heißen Tagen ein produktives
und gesundes Lernumfeld herrscht.
Parallel
dazu wird die Wärmeversorgung der Schule grundlegend modernisiert. Die
bisherige, rund 27 Jahre alte Gasheizung wird durch ein hochmodernes
Gas-Brennwertgerät ersetzt.
Dank
des technischen Fortschritts konnte die installierte Leistung massiv optimiert
werden von derzeit 180 kW auf 75 kW.
Trotz
der deutlich geringeren Nennleistung arbeitet das neue System wesentlich
effizienter und deckt den Wärmebedarf der Schule zuverlässig ab. Dies senkt
nicht nur die Betriebskosten, sondern reduziert auch unmittelbar den
CO2-Ausstoß.
Blickrichtung
Klimaneutralität 2045
Die
aktuelle Maßnahme ist als Brückentechnologie konzipiert. Bei der Planung wurde
gezielt darauf geachtet, dass das neue System für eine zukünftige Anbindung an
ein Nahwärmenetz vorbereitet ist. Eine Versorgung über großflächige Wärmepumpen
ist somit technisch jederzeit realisierbar.
„Wir
verfolgen konsequent das Ziel, bis 2045 klimaneutral zu heizen. Jeder Schritt,
den wir heute unternehmen, wird mit Blick auf diese Verantwortung sorgfältig
geplant“, so Bürgermeister Fehr, der den Projektverantwortlichen in der
Verwaltung für Ihre vorausschauende Arbeit dankt.
Photovoltaik
auf dem Verwaltungsgebäude
In
diesem Zusammenhang freut sich Fehr auch darüber, dass nun das Verwaltungsgebäude
über nachhaltige Energie mit günstigem Strom versorgt wird: Eine neue
Photovoltaikanlage auf dem Dach der Verwaltung hat ihren Betrieb aufgenommen.
„Die
Verbandsgemeinde Unkel setzt auch hiermit ein deutliches Zeichen für den
Klimaschutz und die regionale Energiewende. Seit dem 25. März 2026 ist die neue
Photovoltaik Anlage auf dem Dach der Verbandsgemeindeverwaltung offiziell
betriebsbereit und speist sauberen Sonnenstrom in das hauseigene Netz ein. Mit
dieser Investition reduziert die Verwaltung nicht nur ihre CO2-Bilanz, sondern
senkt auch langfristig die Energiekosten“, rechnet der Bürgermeister vor.
Besonders
hervorzuheben ist, dass dieses zukunftsweisende Vorhaben im Rahmen des
Kommunalen Investitionsprogramms Klimaschutz und Innovation (KIPKI) des Landes
Rheinland-Pfalz realisiert wurde. Dank einer 100-prozentigen Förderung konnte
die Verbandsgemeinde die Maßnahme ohne Belastung des eigenen Haushalts
umsetzen.
Das Herzstück der neuen Anlage bilden 108
PV-Module, die eine beachtliche Gesamtleistung von 49,14 kWp erzeugen. Damit
nutzt die Verwaltung die verfügbare Dachfläche optimal aus. Damit die gewonnene
Energie effizient umgewandelt und genutzt werden kann, wurden zwei moderne
Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von 45 kW installiert.
Ein
technisches Highlight ist die Integration eines leistungsfähigen
Batteriespeichers. Mit einer nutzbaren Speicherkapazität von 37,89 kWh kann die
Verwaltung den tagsüber gewonnenen Solarstrom zwischenspeichern. Dies
ermöglicht es, die Verwaltung auch dann mit grünem Strom zu versorgen, wenn die
Sonne gerade nicht scheint.
Der
gewonnene Sonnenstrom wird zudem zeitgleich für die Mobilitätswende genutzt. Im
Zuge der Maßnahmen sind zwei Wallboxen mit jeweils 11 kW Ladeleistung in
Betrieb gegangen. Diese ermöglichen es, Dienstfahrzeuge oder Fahrzeuge der
Verwaltung effizient und klimaneutral direkt am Standort zu laden. Das System
wird über eine intelligente Steuerung verwaltet, die den Stromfluss zwischen der
Photovoltaik-Anlage und dem Batteriespeicher optimiert. Die Anlage nutzt
vorrangig den Strom aus der Photovoltaikanlage, welche aktuell den Tagesbedarf
im Haus zu nahezu 100 % abdeckt.